Das war unsere Seminarreihe BRANDSCHUTZ im HOLZHOCHBAU – Frühjahr 2026

Erfolgreiche Fortsetzung der Seminarreihe „Brandschutz im Holzhochbau“
Nach dem großen Erfolg im Jahr 2025 setzte KOPPELHUBER² und Partner die Seminarreihe „Brandschutz im Holzhochbau – Planungsgrundsätze und Lösungen für Anschlüsse & Details“ auch 2026 fort – und das mit ebenso großer Resonanz. Die Veranstaltung bot erneut ein umfassendes Fachprogramm rund um die aktuellen Herausforderungen im vorbeugenden Brandschutz bei mehrgeschoßigen Holzgebäuden.
Der Bedarf dafür ist ungebrochen: Der stetig wachsende Anteil des Holzbaus bringt durch neue Materialien, deren Kombinationen und Verarbeitungstechnologien erhebliche Herausforderungen für Planende und Ausführende mit sich. Brandschutz im Holzbau bleibt dabei ein viel und kontrovers diskutiertes Thema – nicht zuletzt, weil gegenüber Holz und Feuer nach wie vor Vorbehalte bestehen. Dabei ist die Tragfähigkeit von Holz über einen definierten Zeitraum durchaus kalkulierbar. Was hingegen häufig fehlt, sind Sicherheit und Klarheit bei der Detailausführung sowie beim fachgerechten Einbau von Brandschutzprodukten – auf Planungs- wie auf Ausführungsseite gleichermaßen.
Hinzu kommt: Viele Brandschutzprodukte, die im mineralischen Massivbau seit langem zugelassen und praxiserprobt sind, besitzen für den Einsatz im Holzbau noch keine entsprechende Zulassung. Der Umgang mit diesen Abweichungen von gesetzlichen Anforderungen und die Entwicklung tragfähiger Lösungsansätze stehen daher im Mittelpunkt des Seminars.
Anhaltend hohes Interesse
Die Teilnehmer:innen in Wien und Kuchl belegen eindrucksvoll den anhaltenden Informationsbedarf in der Branche. Architekt:innen, Bauingenieur:innen, Holzbauspezialist:innen, Behördenvertreter:innen sowie Vertreter:innen der Industrie nutzten die Veranstaltung als Plattform für fachlichen Austausch, Vernetzung und die Vertiefung ihres Wissens rund um die komplexen Anforderungen des Brandschutzes im Holzhochbau.
Hochkarätige Expertise und praxisnahe Inhalte
Das Vortragsprogramm überzeugte einmal mehr durch seine interdisziplinäre Ausrichtung und die enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Daniela Koppelhuber, Jörg Koppelhuber (KOPPELHUBER² und Partner ZT OG) sowie Brandschutzsachverständiger Rudolf Mark (BSC Bauingenieure GmbH) vermittelten fundiertes Wissen zu Planungsgrundlagen, rechtlichen Rahmenbedingungen und konkreten Umsetzungslösungen im mehrgeschoßigen Holzbau – ergänzt durch herstellerspezifisches Anschauungsmaterial und umfangreiche Seminarunterlagen in elektronischer und gedruckter Form.
Die Firmenpartner rundeten das Programm mit praxisnahen Einblicken in geprüfte Systeme und Einbaulösungen ab:
- Ronny Ertel (Hilti) – Brandabschottungen, Rohrleitungsmanschetten, Fugenverschluss
- Andreas Mayer (Kaiser-Siblik) – Brandschutzdosen, Elektroleitungen
- Stefan Lembäcker (Air Fire Tech) – Brandabschottungen, Rohrleitungsmanschetten, Feuerschutzabschlüsse in Luftleitungen
- Florian Oberluggauer (Etex / Promat) – Brandschutzplatten, Brandabschottungen, Rohrleitungsmanschetten
- Andreas Rosenbichler (Peneder) – Feuerschutztüren
Von Normen bis zu Detail- & Systemlösungen
Das Seminar gliederte sich in vier Themenblöcke:
- Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen
- Einführung in relevante Normen: OIB-Richtlinie 2, TRVB 110 B, ÖNORMEN B 2320, B 2330, B 2331, B 2332 ff., Eurocode 5 etc.
- Anforderungen an Baustoffe, Bauteile und die Rolle des Brandschutzes im Planungsprozess.
- Detailumsetzungen und Schnittstellenlösungen
- Wand-Decke-Anschlüsse, Durchdringungen, Fassadenabschottungen
- Planungstiefe im Holzbau – vom Systemanschluss bis zur Detaillösung
- Systemlösungen der Firmenpartner
- Detaillösungen mit geprüften Produkten
- Integration in den Bauablauf, Schnittstellenkoordination
- Diskussion, Austausch, Netzwerken
- Ausblick auf künftige Herausforderungen
- Empfehlungen für Planungs- und Ausführungsqualität
Fazit und Ausblick
Auch 2026 bewies die Seminarreihe „Brandschutz im Holzhochbau“, dass sie einen echten Mehrwert für die Branche leistet – fachlich fundiert, praxisnah und auf die tatsächlichen Bedürfnisse von Planenden wie Ausführenden zugeschnitten. Die gelungene Verbindung aus Regelwerkswissen, Projektpraxis und konkreten Produktsystemen begeisterte die Teilnehmer:innen einmal mehr.
Unser herzlicher Dank gilt Rudolf Mark (BSC Bauingenieure GmbH) sowie allen Referentinnen und Referenten der Firmenpartner, die mit ihren praxisnahen Anwendungen, Produktlösungen und Erfahrungen maßgeblich zum Gelingen beigetragen haben: Ronny Ertel, Andreas Mayer, Stefan Lembäcker, Florian Oberluggauer und Andreas Rosenbichler.
